Jahreshauptversammlung 2019

- Feuerwehr Birkenau: Brand des Feuerwehrgerätehauses und Einsatzzahlen auf hohem Niveau prägen das Jahr 2018

Birkenau. Auf die stolze Zahl von 273 Mitgliedern kommt die Freiwillige Feuerwehr Birkenau. Fast ebenso viele Einsätze, nämlich 243, waren es im vergangenen Jahr, berichtete Wehrführer und Vereinsvorsitzender Jan Hofmann auf der Jahreshauptversammlung. Das sind sieben mehr als 2017. Sie gliedern sich auf in 24 Fehlalarme vor allem durch Heimrauchmelder, zwölf Brandeinsätze sowie 207 technische Hilfeleistungen, wofür die Ehrenamtlichen eine Gesamteinsatzzeit von 2015 Stunden aufwendeten.

Der sich fortsetzende Anstieg der Einsatzzahlen hat laut Hofmann mit der Versorgung und Abdeckung der Rettungsdienste zu tun. Es wurden zwar in den vergangenen Jahren die Standorte in der näheren Umgebung erweitert, „aber dies reicht oft nicht, da auch in diesem Bereich steigende Einsatzzahlen zu verzeichnen sind“. Hier bewähre sich das Helfer-vor-Ort-System, um den Bürgern Birkenaus ein wenig mehr Sicherheit zu geben. „Dies erfolgt unentgeltlich und zum Wohle der Einwohner.“

Unter den 207 technischen Hilfeleistungen sind Hofmann zufolge 158 Helfer-vor-Ort-Einsätze (First Responder). Insgesamt wurden 158 Personen gerettet oder erstversorgt. Bei vier Menschen kam leider jede Hilfe zu spät. Drei Einsatzkräfte zogen sich bei den Einsätzen leichtere Verletzungen zu. Zum Ende des vergangenen Jahres listete der Kommandant 45 Aktive, darunter fünf weibliche Mitglieder, sowie 215 passive, fördernde und Ehrenmitglieder auf. Die Jugendfeuerwehr zählt 13 Köpfe. „Die Sanierung ist im vollen Gange und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, erläuterte der Wehrführer zum eigenen Gerätehaus.

Riesiger Einschnitt

Das wurde Anfang April 2018 in der oberen Etage „mutwillig in Brand gesetzt“. Ab dieser Nacht lief das Feuerwehrjahr nicht mehr normal ab, sagte er. „Dieser Angriff auf die Feuerwehr war und ist ein riesiger Einschnitt in den täglichen Ablauf, der uns noch einige Zeit begleiten wird“, sagte Hofmann.

Denn der Schaden im Inneren ist größer als zu Anfang gedacht. Das komplette Obergeschoss musste entkernt und gesamtsaniert werden. Er dankte allen, die in der Brandnacht zur Stelle waren und denen, die die Wehr im Nachgang unterstützten, sei es mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten oder „einfach nur tröstende Worte spendeten“. Sein Dank galt denen, die sich zum Wohle der Feuerwehr und der Allgemeinheit einsetzten.

Die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung trafen sich des Öfteren zum gemütlichen Beisammensein. Aber nicht nur das: Sie unterstützten daneben übers Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen. Die Gesamtorganisation liegt in den bewährten Händen von Roland Heckmann. Der Kommandant richtete einen Appell an die Politik. „Es wird immer schwieriger, Personal für den Tagesalarm zu bekommen“, betonte er. „Jede Einsatzkraft, die im Ort schnell verfügbar ist, bedeutet ein wenig mehr Sicherheit für Birkenau“, sagte er.

Übungen, Unterrichte, Arbeitsdienste und sonstige Veranstaltungen, Geräte- und Fahrzeugpflege sowie Lehrgänge und Seminare schlugen laut Hofmann mit 3300 Stunden zu Buche, die zum Wohle der Allgemeinheit geleistet wurden. Einiges wurde in dieser Aufzählung sogar nicht miteingerechnet.

In seinem weiteren Jahresrückblick erwähnte der Wehrführer die Unterstützung der Theatergruppe bei der Durchführung des Stücks „Marco und das Feuer“ und die Teilnahme am Kreiszeltlager der Bergsträßer Jugendfeuerwehren. Das Sommernachtsfest im August war wieder ein Besuchermagnet. Anfang November fand die Inspektionsübung am Rathaus zusammen mit dem DRK Birkenau statt. Als Premiere wurde im Dezember der Familienabend gemeinsam mit dem DRK veranstaltet.

Die Jugendfeuerwehr Birkenau bestand zum Jahresende aus zehn Jungen und drei Mädchen, erläuterte Jugendfeuerwehrwart Sven Unholzer. Christbaumsammelaktion, Jugendsammelwoche, Gemeindezeltlager, Kreiszeltlager und Großübung der Jugendfeuerwehren der Gemeinde standen als Aktivitäten auf dem Programm. Die Tombola im Rahmen des Familienabends wurde erstmals gemeinsam mit dem Roten Kreuz organisiert und durchgeführt. Nach dem Bericht von Kassenwart Frank Jöst, dem die Revisoren Melanie Schneider und Lisa Schmitt eine einwandfreie Kassenführung bestätigten, folgte die Entlastung des Vorstandes. Jana Bohn und Patrick Doering wurden zu neuen Revisoren bestimmt. Denis Mohr ist Ersatz.

Grußworte kamen vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Jens Schütz, Bürgermeister Helmut Morr, dem Ortsvorsteher von Birkenau, Bernd Brockenauer, Kreisbrandmeister Rainer Agostin und Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid. tom


23.01.2019 aus Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung, www.wnoz.de, von Thomas Wilken

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