Feuerwehren der Gemeinde mit Wärmebildkameras ausgestattet

- Für ein effizientes und strategisches Vorgehen -

„Mission completed“, sagte der stellvertretende Birkenauer Gemeindebrandinspektor Denis Kessler, als er im Juni die letzten drei von sechs Wärmebildkameras (WBK) an die Feuerwehren der Gemeinde übergeben konnte. Damit wurde das Ziel erreicht, innerhalb von vier Jahren jedes erstausrückende Löschfahrzeug aller Birkenauer Feuerwehren mit einer Wärmebildkamera auszustatten. Dabei handelt es um Wärmebildkameras der Firma Flir, extra für die Brandbekämpfung konzipiert.

Kessler bezeichnet die Anschaffung der Wärmebildkameras als „Schritt in die richtige Richtung“. Hierbei stelle sich ein unabdingbarer Synergieeffekt ein. Einerseits wurde die Sicherheit der Einsatzkräfte im Brandeinsatz erhöht, andererseits steigt die Sicherheit für die Bevölkerung. Durch den Einsatz von Wärmebildkameras lassen sich Personen in verrauchten Bereichen schneller auffinden und retten. „Mit den Geräten können wir quasi durch den Rauch hindurchsehen“, sieht Kessler einen entscheidenden Vorteil.
Durch die Temperaturanzeige, die von -20° bis 650° C reicht, können die Floriansjünger die Gefahren einer gefährlichen Rauchdurchzündung weitaus besser einschätzen. Weiterhin ermöglicht die Gerätschaft eine bessere Orientierung im Brandraum, ein effizienteres und strategisches Vorgehen. Aspekte, die die Erfolgsaussichten im Brandeinsatz enorm begünstigen.

Aber nicht nur bei Brandeinsätzen findet die Wärmebildkamera Anwendung. Beispielsweise kann man nach Verkehrsunfällen die Wärmestellen auf den Autositzen eines Unfallfahrzeuges feststellen, um Rückschlüsse auf mögliche weitere Insassen zu ziehen. Zudem lassen sich Füllstände von Gas- und Flüssigkeitstanks aus sicherer Entfernung feststellen.

Ein herzliches Dankeschön entbot der stellvertretende Gemeindebrandinspektor der Allianz Kessler & Günthel OHG, der Sparkassenversicherung, der Gemeinde Birkenau und den Feuerwehrvereinen ohne deren Unterstützung die Anschaffung der überaus wichtigen und heutzutage zum Stand der Technik gehörenden Wärmebildkameras nicht möglich gewesen wäre. Die Feuerwehr wird die Geräte, stellvertretend für die Bevölkerung, einsetzen.

„Wir haben Wert darauf gelegt, dass jede Feuerwehr das selbe Modell bekommt“, führt Kessler aus. Dies habe insbesondere den Vorteil, dass jede Einsatzkraft alle Kameras bedienen kann. Bei größeren Einsatzstellen mit mehreren Feuerwehren ein qualitativer Vorteil. Die Aus- und Fortbildung mit den Geräten laufe bereits auf Hochtouren. Dies sei ein zukunftsweisender Schritt, ist doch eine einheitliche und einfach zu bedienende Feuerwehrausrüstung ein enormer Pluspunkt. Gerade in Zeiten, an denen tagsüber Personalknappheit herrscht ist es wichtig, dass sich Feuerwehrangehörige auch mit Ausrüstungsgegenständen auskennen, die auf Fahrzeugen einer anderen Wehr verlastet sind.

In Birkenau jedenfalls muss man sich um die Aufstellung einer leistungsstarken Feuerwehr und somit um die Sicherheit der Bevölkerung keinerlei Sorgen machen.mu

 

23.07.2016 - Marco Unholzer, Pressesprecher

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