Rauchmelder rettet das Leben einer ganzen Familie

Birkenau. Die Nacht vom 24. November des vergangenen Jahres wird die Familie Gehl aus Birkenau so schnell nicht vergessen. Damals - gegen Mitternacht - wachte der achtjährige Mario Gehl durch den Alarm, den die glücklicherweise installierten Brandmelder im Haus ausgelöst hatten, aus dem Schlaf auf. Ein Geräusch, das er zu interpretieren wusste, schließlich kannte er es von den Präventionstagen, die die Birkenauer Feuerwehr nur wenige Wochen zuvor an seiner Schule, der Sonnenuhrenschule, abgehalten hatte. So konnte sich die Familie Gehl in Sicherheit bringen.

Nur vier Minuten nach der Erstalarmierung trafen die Floriansjünger am Einsatzort ein. "Dem frühen Alarm der Rauchmelder verdankt die Familie ihr Leben", sagte Lars Himmel, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, der weiß, wovon er spricht: Nur wenige Atemzüge des giftigen und heißen Rauches genügen, um den Tod herbeizuführen.
Kein einfacher Einsatz

Die Familie Gehl dankte der Feuerwehr jetzt bei einem Besuches für die prompte Hilfe. "Einfach war der Einsatz damals nicht", erinnerte sich Himmel: Die Verhältnisse in dem nach hinten angebauten Haus, waren in einer nebligen Nacht nicht einfach zu ermitteln. Die Erkundungsphase ergab, dass sich bereits schwarze Rauchwolken in dem Haus ausgebreitet hatten - es handelte sich also tatsächlich um einen Brand.

Später stellte sich heraus, dass es wohl ein defektes Laptop war, der beinahe zu einer menschlichen Tragödie geführt hatte, eine Tragödie, die einmal mehr durch installierte Brandmelder in den eigenen vier Wänden verhindert werden konnte: "Nachts ist die Gefahr am größten", sagte Himmel, der darauf hinwies, dass durch den Schlaf viele natürlichen Warnsignale wie Geruch oder Sicht nicht wahrgenommen würden: "Die meisten Brandopfer sterben im Schlaf." 70 Prozent aller Brandopfer kämen nachts in den eigenen vier Wänden ums Leben, ist auch auf der Internetseite www.rauchmelder-lebensretter.de zu erfahren.

95 Prozent der Opfer sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung, über 500 Tote sind bei etwa 200 000 Bränden bundesweit jährlich zu beklagen.

Am Freitag, 13.04.2012 war offizieller Rauchmeldertag - für die Birkenauer Feuerwehr einmal mehr ein Anlass, auf die lebensrettende Bedeutung dieser Warngeräte hinzuweisen.(uf)

 

Quelle: Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung, 14.04.2012, www.wnoz.de 

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