Schmorende Akkus lösen Einsatz aus

Unter Atemschutz: Die Einsatzkräfte aus Nieder-Liebersbach und Birkenau hatten den Schwelbrand schnell unter Kontrolle. Bild: Sascha LotzBirkenau/Nieder-Liebersbach. Ein Schwelbrand mehrerer Lithium-Akkus sorgte am frühen Nachmittag des gestrigen Sonntags für einen Einsatz der Feuerwehren aus Nieder-Liebersbach und Birkenau. Vermutlich infolge eines technischen Defektes begannen die Akkus zu schmoren, was zu einer großen Rauchentwicklung führte. In sechs Fahrzeugen und mit 25 Einsatzkräften rückten die beiden Feuerwehren in die Nieder-Liebersbacher Gartenstraße aus und brachten die Situation schnell unter Kontrolle. Zwei im Haus befindliche Personen hatten sich bereits selbst ins Freie begeben können, eine weitere Person und ein Hund konnten das Gebäude nur mit Hilfe der Einsatzkräfte verlassen.

Zu den Besonderheiten des Einsatzes, der unter der Leitung des Nieder-Liebersbacher Wehrführers Gregor Hauber stand, zählte, dass die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung Kohlenstoffdioxid einsetzen musste. „Der Einsatz von Wasser ist in diesen Fällen nicht möglich“, erklärte Marco Unholzer, Pressesprecher der Birkenauer Feuerwehr. Lithium reagiere in der Weise, dass es das Wasser in seine Bestandteile – Wasser- und Sauerstoff aufspalte – wodurch das berüchtigte Knallgas entstehe.

Nachdem der Schwelbrand unter Kontrolle gebracht worden war, brachten die Einsatzkräfte die geschmolzenen Akkus, die für ferngelenkte Modellflugzeuge verwendet wurden, ins Freie. Abschließend wurde das Gebäude gelüftet und rauchfrei gemacht.

Zwei der drei Personen wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Neben der Feuerwehr waren noch zwei Rettungswagen und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

Einsatz schnell erledigt

Bereits am Samstag waren die Birkenauer Feuerwehrleute zu einem Kaminbrand in den Burgacker gerufen worden. Vor Ort stelle es sich dann aber heraus, dass es sich nicht um einen Brand, sondern lediglich um eine Rauchentwicklung handelte, weil der Abzug des Kamins nicht richtig funktionierte.

Dementsprechend schnell war der Einsatz erledigt. Die Feuerwehr war mit 19 Kräften in drei Fahrzeugen angerückt, zudem war ein Rettungswagen und – wie in diesen Fällen üblich – ein Schornsteinfeger vor Ort. MB

 

16.10.2017 aus Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung, www.wnoz.de, von Manfred Bierbauer, Bild: Sascha Lotz

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